Günstigere Mobilfunkgebühren können teuer werden
Mobilfunkgebühren sollen günstiger werden. So manch einer, der sich mal wieder aufgrund einer 190€-Handyrechnung selbst bemitleidet, wird Luftsprünge machen.
Aber zu früh gefreut, denn laut eines aktuellen Berichts im Branchendienst Heise können die günstigeren Gebühren ganz schön teuer werden.
Aber von vorne: die europäischen Netzbetreiber berechnen einander so genannte Terminierungsentgelte. Das sind die Gebühren für die Entgegennahme von Anrufen aus anderen Netzen. Die EU-Kommissarin Vivian Reding hat sich zum Ziel gesetzt, diese Mobilfunk-Terminierungsentgelte auf einen Bruchteil der jetzigen Kosten zu reduzieren.
So weit so gut, allerdings ist es unwahrscheinlich, dass sich die Mobilfunkbetreiber diese zusätzliche Einnahmequelle so einfach streichen lassen. Da kann es schon sein, dass ein ähnliches Modell wie z.B. in den USA eingeführt wird. Zwar gibt es dort keine Terminierungsentgelte mehr, was aber zur Folge hat, dass Passivgebühren gezahlt werden müssen. Das heißt, selbst wenn man ein Gespräch annimmt, müsste man selber auch zahlen. Also dasselbe Prinzip wie beim Roaming im Ausland, nur dass man sich eben im Inland befindet.
Ob sich die Europäer, die solcherlei Gebühren nicht kennen, das Modell „billiger-kann-teuer-werden“ gefallen lassen würden, bleibt abzuwarten…

