Forschung forscht falsch
Handystrahlung ist ja immer so ein Thema, aber ob sie tatsächlich gravierende Gefahren birgt, kann eine gefälschte Studie aus Wien sicher nicht beantworten.
Eine Forschergruppe der Medizinischen Universität Wien beschäftigt sich schon seit langem mit den möglichen Folgen von Handystrahlung. Dabei kamen die Forscher sowohl 2005 in einer ersten Studie wie auch dieses Jahr zu dem Ergebnis, dass Handystrahlung das Erbgut angreifen kann.
Wie sich nun herausstellte, hat eine Labortechnikerin scheinbar reihenweise Daten gefälscht. Sicher, die Ergebnisse liefern den Mobilfunkgegnern neue Munition, sehen sie ihre Theorien doch erneut bestätigt. Nur leider basieren ihre Argumente eben auf einem sehr wackeligen Fundament…
Die Strahlungswerte heutiger Handys liegen fast durchweg unter dem gesetzlichen SAR-Wert (zu einer Erklärung verlinken) von 2,0 W/kg, viele sogar unter dem empfohlenen Wert von 0,6 W/kg. Für solch extrem niedrige Werte vergibt das Umweltzeichen Blaue Engel sogar sein Prüfzeichenzeichen – bisher hat sich aber außer dem Kandy Mobile Handy, das den Test problemlos bestanden hat, noch kein Handyhersteller getraut, sein Gerät zur Prüfung durch den Blauen Engel einzureichen. Solch niedrige Strahlungswerte haben vermutlich fast keine oder höchstens sehr geringe Auswirkungen auf den menschlichen Organismus. Das bestätigt auch Alexander Lerchl, Professor für Biologie an der Bremer Jacobs University:
„Es gibt einfach keinen vorstellbaren Grund, der Erbgutschäden bei so energiearmen Wellen erklären kann“.
Das werde ich auch so lange glauben, bis mir jemand glaubhaft das Gegenteil beweist!
Gefälschte Forschungsdaten hin oder her, um auf Nummer sicher zu gehen, sollte man dennoch immer ein Handy wählen, dessen Strahlung besonders niedrig und möglichst unter dem empfohlenen Wert von 0,6 W/kg liegt.

