Mit originellen Klingeltönen etwas Gutes tun
Wer kennt das nicht: in einem Café bekommt ein Gast einen Anruf und schon dröhnt eine vorinstallierte Popmelodie oder ein verunstaltetes Klassikstück durch den Raum. Es gibt wohl kaum jemanden, der sich nicht schon einmal gewünscht hätte, es würde nur noch Handys mit Vibrationsalarm geben.Auch mir geht es oft nicht anders und mein Interesse war mehr als geweckt, als ich auf eine Seite gestoßen bin, auf der es das genaue Gegenteil gibt. Klingeltöne, die so klingen, dass man sich über jeden Anruf freut und nicht gleich das Handy mit Rücksicht auf die Nerven in die Ecke werfen möchte. Die Seite ist www.nature-rings.de - „Der Lockruf der Natur“. Was verbirgt sich dahinter?
Hier kann man für den NABU e.V., einer der größten Naturschutzverbände Deutschlands, spenden und erhält als Dankeschön Klingeltöne mit originalen Tierstimmen. Während man sein Handy so zu einem kleinen Botschafter der Natur macht, tut man ganz nebenbei auch noch etwas Gutes. Mit der Spende wird ganz nach eigenem Wunsch eines von drei Projekten gefördert. Man kann wählen zwischen der Aktion „Spurensicherung“ (Digitalisierung von Tierstimmen im Tierstimmenarchiv der Humboldt-Universität Berlin), dem Projekt „Willkommen Wolf“ (Schutz der ersten Wölfe, die nach Deutschland zurückgekehrt sind) oder dem Projekt „Arabuko-Sukoke-Wald“ (Schutz des letzten großen Küstenwaldes in Kenia).
Zur Auswahl steht dann eine große Anzahl an Tierstimmen, die man sich alle auch auf der Webseite anhören kann. Das allein ist schon ein riesen Spaß, weil sowohl die ganze Schar heimischer Singvögel als auch exotische Vertreter wie hungrige, junge Schimpansen präsent sind. Hat man sich schließlich für eine der Stimmen entschieden, trägt man den per Email erhaltenen Download-Code an der entsprechenden Stelle auf der Website ein und lädt sich den Ton auf den Computer, um ihn dann per USB auf das Handy zu übertragen. Das funktioniert übrigens auch problemlos mit dem Kandy Mobile Handy. Wundern Sie sich also nicht, falls Sie künftig aus dem Handy eines Kindes eine Nachtigall jubilieren oder einen asiatischen Elefanten trompeten hören.
In Zukunft sollte es folglich nicht mehr heißen „Tue Gutes und rede darüber“, sondern „Tue Gutes und höre es dir an“!


Am 10. Mai 2008 um 13:30 Uhr
Ich finde, dass das ein nettes Projekt ist. Aber ob brüllende Löwen und krähende Raben nicht bald genauso nerven wie der aktuelle Popsong, mit dem ich auf einen neuen Anruf hingewiesen werde?